Zurück zum Blog

Founder Journey

Wie ich KAVYLO neben Vollzeitjob, Studium und Alltag entwickle

Von Naomi Stiel · 11. September 2026

Ich entwickle KAVYLO parallel zu einem Vollzeitjob, meinem Studium und meinem Alltag. Von App-Entwicklung über Marketing bis hin zu neuen Features übernehme ich aktuell fast alles selbst.

Wenn man eine App im App Store sieht, sieht man meistens nur das fertige Produkt.

Man sieht nicht die Stunden davor. Nicht die verworfenen Ideen, Bugs, Tests oder die Nächte, in denen aus „ich mache nur noch schnell eine Sache“ plötzlich mehrere Stunden werden.

Bei KAVYLO steckt genau das dahinter.

Ich entwickle KAVYLO parallel zu einem Vollzeitjob, meinem Studium und meinem normalen Alltag.

Und hinter der App steht aktuell kein großes Team, das Entwicklung, Marketing, Produktmanagement und Kommunikation untereinander aufteilt.

Vieles davon mache ich selbst.

Von einer Idee zu einer echten App

KAVYLO ist aus dem Gedanken entstanden, verschiedene Bereiche rund um Fitness sinnvoll an einem Ort zusammenzubringen.

Training steht für mich nicht für sich allein.

Trainingsplanung, Fortschritt, Ernährung, Regeneration und die eigenen Daten beeinflussen sich gegenseitig.

Die Idee dahinter war relativ schnell klar.

Aus dieser Idee eine funktionierende App zu machen, war ein ganz anderer Schritt.

Eine Idee lässt sich innerhalb weniger Minuten erklären. Ein Produkt entsteht dagegen aus hunderten kleinen Entscheidungen.

Wie soll eine Funktion funktionieren?

Was braucht ein Nutzer wirklich?

Was ist unnötig?

Was passiert, wenn Daten fehlen?

Wie funktioniert etwas auf dem iPhone, der Apple Watch, in Widgets oder anderen Bereichen der App?

Und wie schafft man es, dass sich alles trotzdem wie ein zusammenhängendes Produkt anfühlt?

Genau solche Fragen gehören inzwischen zu meinem Alltag.

KAVYLO beginnt für mich nach dem normalen Arbeitstag nicht einfach von selbst

Ich arbeite Vollzeit.

Parallel dazu studiere ich.

Und irgendwo dazwischen entsteht KAVYLO.

Das bedeutet, dass ich nicht morgens aufstehe und den ganzen Tag ausschließlich an meiner App arbeiten kann.

Oft beginnt die eigentliche Arbeit an KAVYLO erst dann, wenn ein normaler Arbeitstag bereits hinter mir liegt oder andere Verpflichtungen erledigt sind.

Manchmal bedeutet das, abends noch an einer Funktion zu arbeiten.

Manchmal sitze ich am Wochenende an der App.

Und manchmal habe ich nachts deutlich weniger geschlafen, als eigentlich sinnvoll gewesen wäre, weil ich einen Fehler unbedingt noch lösen oder eine Funktion fertigstellen wollte.

Das ist nichts, was ich dauerhaft als Normalzustand etablieren möchte.

Gerade wenn man eine Fitness-App entwickelt, die auch Regeneration ernst nimmt, wäre es ziemlich widersprüchlich, Schlaf dauerhaft zu ignorieren.

Aber solche Nächte gehören trotzdem zu meiner bisherigen Geschichte mit KAVYLO.

App-Entwicklung ist nur ein Teil davon

Wenn ich sage, dass ich KAVYLO entwickle, bedeutet das längst nicht nur programmieren.

Natürlich verbringe ich viel Zeit mit der eigentlichen technischen Entwicklung.

Ich plane neue Funktionen, setze sie um, teste sie und überarbeite bestehende Bereiche.

Dann taucht ein Bug auf.

Oder eine Funktion funktioniert technisch, fühlt sich aber für den Nutzer noch nicht richtig an.

Oder aus einer kleinen Idee entstehen plötzlich fünf weitere Aufgaben.

Gleichzeitig kümmere ich mich um Marketing, Social Media, Texte, Übersetzungen, Produktentscheidungen, Nutzerfeedback und die langfristige Positionierung von KAVYLO.

An einem Abend kann ich zuerst an einer technischen Funktion arbeiten.

Danach schreibe ich einen Post für Social Media.

Dann beantworte ich Feedback.

Anschließend teste ich wieder die App.

Und irgendwann merke ich, dass aus einer geplanten Stunde wieder deutlich mehr geworden ist.

Fast alles selbst zu machen verändert den Blick auf das Produkt

Natürlich wäre es einfacher, für jeden Bereich eine eigene Person zu haben.

Gleichzeitig lerne ich gerade genau dadurch unglaublich viel.

Wenn ich eine technische Entscheidung treffe, sehe ich später direkt, wie sie das Nutzererlebnis beeinflusst.

Wenn ich auf Social Media über KAVYLO spreche, merke ich, welche Themen Menschen interessieren.

Wenn jemand Feedback gibt, landet es direkt bei mir.

Es gibt keine fünf Abteilungen dazwischen.

Dadurch kann sich KAVYLO sehr schnell verändern.

Manche Ideen funktionieren genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Andere funktionieren überhaupt nicht.

Einige Funktionen werden überarbeitet.

Andere verschwinden wieder.

Mittlerweile sehe ich das nicht als Scheitern, sondern als normalen Teil der Produktentwicklung.

Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt dafür

Mit Vollzeitjob, Studium und Alltag wäre es sehr einfach gewesen zu sagen:

Ich starte damit später.

Nach dem Studium.

Wenn ich mehr Zeit habe.

Wenn der Alltag ruhiger wird.

Das Problem ist, dass wahrscheinlich immer irgendetwas dazwischenkommen würde.

Deshalb habe ich angefangen, obwohl die Bedingungen nicht perfekt waren.

Das macht die Entwicklung teilweise anstrengender.

Aber KAVYLO existiert heute genau deshalb.

KAVYLO ist noch lange nicht fertig

Ich sehe die aktuelle Version von KAVYLO nicht als Endprodukt.

Es gibt noch viele Funktionen, Ideen und Verbesserungen, die ich umsetzen möchte.

Gleichzeitig möchte ich vermeiden, einfach möglichst viele Features in eine App zu packen.

KAVYLO soll Menschen dabei helfen, ihr Training und die Faktoren drumherum besser zu verstehen.

Die App soll Daten nicht einfach nur anzeigen.

Sie soll dabei helfen zu verstehen, was diese Daten für Training, Fortschritt und Regeneration bedeuten.

Daran arbeite ich weiter.

Nach der Arbeit.

Neben dem Studium.

An Wochenenden.

Manchmal später am Abend als geplant.

Und Schritt für Schritt wird aus einer Idee immer mehr das Produkt, das ich ursprünglich im Kopf hatte.